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*10. Januar 1942 im Haus seiner Großeltern in dem kleinen Emsdorf Jarßum (heute Stadtteil von Emden). Nach seiner Schulzeit hat er sich zum Industriekaufmann auf einer Werft und später als Controller an einer Akademie ausbilden lassen. Bis zu seinem Ruhestand war er Leiter der Kostenrechnung mit Handlungsvollmacht bei den Nordseewerken in Emden.
Aktives Mitglied in verschiedenen Vereinen, die sich für den Erhalt der Ostfriesischen Kultur einsetzen. Motto: „Plattdütsk dürt neet unnergahn!“

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Kommunalpolitisch seit 1972 zunächst nur im Ortsrat Petkum (Mitglied des Petkumer Wählergemeinschaft - PWG) tätig. Von 1972 bis zu seiner Auflösung im Jahre 1996 mehrere Legislaturperioden stellvertretender Ortsbürgermeister von Petkum. Seit 1981 bis heute FDP-Ratsherr der Stadt Emden, seit 1996 bis heute Fraktionsvorsitzender, zeitweise ehrenamtlicher Bürgermeister von Emden. Seit 2001 Mitglied der Ostfriesischen Landschaft. Mitglied im Verein Ostfriesischer Autoren und Autorinnen und „Plattdütsch in de Kark.“

„Vertellt“ wöchentlich mehrere Geschichten in „Radio Rudi“ im Emder Hans-Susemihl-Krankenhaus auf Plattdeutsch. Jede Woche ein plattdeutscher (Spiel-) Bericht im Sender „Radio Ostfriesland“ über Kickers Emden.
Hat verschiedene Preise mit seinen plattdeutschen Geschichten gewonnen, so eine Reise für 2 Personen für 14 Tage nach Sri Lanka mit der Geschichte „Stimmen in `t Telefon“. 

Verheiratet seit 1965 mit Theda, geb. Mennenga aus Neermoor. Lebt in Emden-Petkum.
2 Söhne und 2 Schwiegertöchter, 3 Enkelkinder, Bernd und Regina mit Cosima, Rolf und Jessica mit Sharina und Belana.
Evangelisch-lutherisch, bekennender Christ. Im Dezember 2010 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Am 13.5.2011 wurde er mit dem Totius Frisiae Siegel (Upstallsboomsiegel) in Bronze von der Ostfriesischen Landschaft ausgezeichnet.

Hobbys: Kommunalpolitik, Plattdeutsche Geschichten schreiben, Fußball und Reisen in aller Welt. Bisher 52 Länder bereist.
Mit seiner Altliga-Fußball-Mannschaft vom SV Petkum, er ist dort der Organisator, war er auch in vielen Ländern (China 2 x, Brasilien, Thailand, Mexiko, Russland 3 x, Kanada, Südafrika, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Schweden, Nambia, Norwegen) der Welt. In allen Ländern wurden von ihm Fußballspiele organisiert.
Der NDR drehte einen Film über den China-Besuch mit dem Titel „Grüner Tee mit Kluntjes“, der wiederholt im Fernsehen gezeigt wurde.
Im September 2012 ist eine 14-tägige Reise nach Irland und Schottland geplant. Es ist die 15. dieser Art mit seiner Altliga-Fußballmannschaft.

Bibliographie

Zwei Bücher über das Leben in den Emsdörfern in den fünfziger Jahren geschrieben, und zwar mit den Titeln „Petkum“ (2. Auflage 1994) und „Dörpen, Diek un Dullert“- Widdelswehr und Jarßum - im Jahr 1995. Im November 2007 das Buch „Van Oostfreesland in de wiede Welt“ (400 Seiten) im Sollermann Verlag herausgegeben. ISBN 393889724 – 4.
Im Jahr 2009 das Buch „Leven an Eems und Dullert – Leben an Ems und Dollart" geschrieben.
Im Oktober 2011 hat er sein neustes Buch „Nordseewerke – Vom ersten bis zum letzten Schiff- Meine Erinnerungen an die Werftzeit“ (392 Seiten, 300 Fotos) vorgestellt. ISBN  978-3-00-036007-7. 
HÖR-CD „Up Keierpadd dör Petjem“ im Jahre 2006 verlegt.
Mitautor des Buches „Weihnachten – Zeit für Gedichte und Geschichten“ – Hebus-Verlag, ISBN 3-935083-25-4, des Buches „Scha-r-fsinnige Geschichten“ – Konfetti Verlag, ISBN 3-9810217-9-7 – im Jahr 2007 und des Buches „Verlorene Geschichten“ des Vereins Kultur am Emsdelta – im Jahr 2010.

 

Nordseewerke – Vom ersten bis zum letzten Schiff- Meine Erinnerungen an die Werftzeit“

Erich Bolinius beschreibt in seinem fünften Buch die wechselvolle 106jährige Geschichte der ehemaligen Emder Großwerft „Nordseewerke“.

Der Autor, der selbst 46 Jahre auf der Werft beschäftigt war, geht in diesem Buch ausführlich auf die Gründung im Jahr 1903 und auf das Ende der Werft im Jahr 2009 ein.

Die Vorkriegszeit, Kriegszeit und die Nachkriegszeit auf der Werft, verbunden mit vielen Entbehrungen der Werftmitarbeiter, werden eindrucksvoll – auch von den Werftarbeitern selbst – beschrieben.

Erich Bolinius beschreibt seine kaufmännische Lehrzeit in den 1950er Jahren und seine anschließende Werfttätigkeit so, als wäre man selbst dabei gewesen. Aber auch über 20 technische Berufe der Werft werden von ihm anschaulich dargestellt.

Nach den Zwangsarbeitern kommen portugiesische Soldaten als Gastarbeiter. Werden sie bleiben? Mitten in dem Bau einer Werft in Argentinien platzt der Falklandkrieg. Wird die Werft von den Mitarbeitern der Nordseewerke zu Ende gebaut? Geschäftsführer Rainer Wollmann bekommt das Indigenat und wird ein Ostfriese. Wofür? Auf diese und viele andere spannende Fragen hat Erich Bolinius eine Antwort.

Detailliert wird der Bau eines Containerschiffes in den 1980er Jahren – von der ersten Anfrage der Reederei bis zur Ablieferung – so beschrieben, dass auch ein Schiffbaulaie diese teilweise hochkomplizierte technische und kaufmännische Abwicklung verstehen kann.

Die außergewöhnlichsten Neubauten der Nordseewerke – Gasturbinenschiffe, Turbinen-Containerschiffe, Flüssigastanker, BACO-Liner, Kreuzfahrschiffe, größter Saugbagger der Welt, Forschungsschiff Planet, Flugboot, Eisbrecher-Umbauten, U-Boote, Fregatten – werden kurz und prägnant in Wort und Bild vorgestellt.  

Dieses lesenswerte Buch über die Geschichte der „Nordseewerke“ zeichnet sich nicht  nur anhand der vom Autor akribisch recherchierten Daten, Zahlen und Fakten aus, sondern auch durch die zahlreichen ernsten und lustigen Geschichten, Anekdoten und Döntjes, die ehemalige „Werftgrandis“ erlebt haben.

Auch Nicht-Nordseewerker werden ihren Lesespaß an diesem mit rund 300 Fotos reich bebilderten Buch, in dem die Geschichte einer deutschen Großwerft – vom ersten bis zum letzten Schiff - in der ostfriesischen Stadt Emden so anschaulich beschrieben wird, haben.